Reise- und Geschäftsbedingungen

 

1. Abschluß des Vertrages

Mit der Anmeldung bietet der Kunde dem Reiseveranstalter den Abschluß eines Reisevertrages verbindlich an. Die Anmeldung kann schriftlich, mündlich oder fernmündlich vorgenommen werden. Sie erfolgt durch den Anmelder auch für alle in der Anmeldung mitaufgeführten Personen, für deren Vertragsverpflichtung der Anmelder wie für seine eigenen Verpflichtungen einsteht, sofern er eine entsprechende gesonderte Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.

Der Vertrag kommt mit der Annahme durch den Veranstalter zustande. Die Annahme bedarf keiner bestimmten Form. Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluß wird der Reiseveranstalter dem Kunden die Reisebestätigung aushändigen.

Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot des Veranstalters vor, an das er für die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses Angebots zustande, wenn der Reisende innerhalb dieser Frist dem Veranstalter die Annahme erklärt.

2. Bezahlung

a) Mit Vertragsschluß kann eine Anzahlung bis zur Höhe von zehn vom Hundert des Reisepreises, höchstens jedoch Euro 300,- pro Person gefordert werden, sofern kein Sicherungsschein ausgehändigt wird. Die Anzahlung wird auf den Reisepreis angerechnet.

b) Die Restzahlung darf nur gegen Aushändigung des Sicherungsscheins im Sinne des § 651 k Abs. 3 BGB erfolgen. Sie wird fällig, wie im Einzelfall vereinbart.

c) Sollte keine Vereinbarung getroffen sein, wird sie fällig wenn die Reise nicht mehr aus den in Ziffer 7 b/c genannten Gründen abgesagt werden kann und dem Kunden ein Sicherungsschein im Sinne des § 651 k Abs. 3 BGB übergeben wird.

d) Die Reiseunterlagen werden 2 Wochen vor Reisebeginn erstellt und nach Zahlungseingang unverzüglich versandt. Bitte bedenken Sie, daß eine Überweisung bis zu zehn Tagen dauern kann.

3. Leistungen

Welche Leistungen vereinbart sind, ergibt sich aus den Leistungsbeschreibungen der Reiseausschreibungen und aus den hierauf bezugnehmenden Angaben in der Reisebestätigung.

Die in dem Reiseausschreibungen enthaltenen Angaben sind für den Veranstalter bindend. Der Reiseveranstalter behält sich jedoch ausdrücklich vor, aus sachlich berechtigten, erheblichen und nicht vorhersehbaren Gründen vor Vertragsschluß eine Änderung der Prospektangaben zu erklären, über die der Reisende vor Buchung selbstverständlich informiert wird.

4. Leistungs- und Preisänderungen

Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Vertragsinhalt, die nach Vertragsschluß notwendig werden und vom Veranstalter nicht entgegen Treu und Glauben herbeigeführt werden, sind gestattet, sofern sie nicht erheblich sind und den Gesamtcharakter der Reise nicht beeinträchtigen.

Eventuelle Gewährleistungsansprüche bezüglich der Änderungen bleiben unberührt.

Der Veranstalter ist verpflichtet, den Kunden über Leistungsänderungen oder -abweichungen in Kenntnis zu setzten. Gegebenenfalls biete er dem Kunden eine Umbuchung oder eine Rücktrittsmöglichkeit an.

Der Reiseveranstalter ist berechtigt, bei folgenden Voraussetzungen eine nachträgliche Änderung des Reisepreises vorzunehmen, sofern zwischen Vertragsschluß und dem vereinbarten Reisetermin mehr als vier Monate liegen: Erhöhung von Beförderungstarifen, Kürzung von staatlichen Mitteln, Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- und Flughafengebühren oder einer Änderung der für die Reise geltenden Wechselkurse, Leistungsänderungen aufgrund höherer Gewalt, Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl.

Die Änderung findet in dem Umfang statt, wie sie sich pro Person bzw. Sitzplatz auf den Reisepreis auswirkt.

Im Falle einer nachträglichen Änderung des
Reisepreises hat der Reiseveranstalter den Kunden darüber bis spätestens 21 Tage vor Reiseantritt in Kenntnis zu setzen. Preiserhöhungen nach diesem Zeitpunkt sind nicht zulässig. Bei Preiserhöhungen um mehr als 5 % oder im Falle einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Reisende berechtigt ohne Zahlung eines Entgelts vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Der Reisende ist verpflichtet diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung des Reiseveranstalters über die Preiserhöhung bzw. Änderung der Reiseleistung geltend zu machen.

5. Rücktritt durch den Reisegast, Umbuchungen, Ersatzpersonen

5.1 Der Kunde hat die Möglichkeit, jederzeit vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurückzutreten. Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung bei HORIZONTE oder bei dem Reisebüro, in dem die Reise gebucht wurde. Dem Kunden wird dringend empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären. Alle Reiseunterlagen sind der Rücktrittserklärung beizufügen. Diesbezügliche Angaben auf Buchungsbelegen (Zahlkartenabschnitt, Banküberweisung etc.) werden nicht anerkannt.

Tritt der Kunde vom Reisevertrag zurück oder tritt er die Reise nicht an, so kann der Reiseveranstalter Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen und seine Aufwendungen verlangen. Bei der Berechnung des Ersatzes sind gewöhnlich ersparte Aufwendungen und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleitungen zu berücksichtigen.

Der Reiseveranstalter kann diesen Ersatzanspruch gemäß der nachstehenden Gliederung pauschalieren:
Bis 30 Tage vor Reiseantritt 5% des Reisepreises, mind. jedoch Euro 100,- ab dem 29. bis 15. Tag vor Reiseantritt 30% des Reisepreises, ab dem 14. bis 7. Tag vor Reiseantritt 55% des Reisepreises, ab dem 6. Tag bis 2. Tag vor Reiseantritt 75% des Reisepreises, ab dem 1. Tag vor Reiseantritt bis zu 90 % des Reisepreises, bei Nichtantritt der Reise bis zu 100% des Reisepreises.

Bis zum Reisebeginn kann der Reisende verlangen, daß statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten des Reisevertrages eintritt. Der Reiseveranstalter kann dem Eintritt des Dritten widersprechen, wenn dieser den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder seine Teilnahme gesetzlichen Vorschriften oder behördlichen Anordnungen entgegenstehen. Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, so haften er und der Reisende dem Veranstalter als Gesamtschuldner für den Reisepreis und die durch den Eintritt entstehenden Mehrkosten.

Darüber hinaus kann der Reiseveranstalter vom Kunden im Falle eines Rücktritts die tatsächlich entstandenen Mehrkosten verlangen.

6. Nicht in Anspruch genommene Leistungen, Sonderkosten

Nimmt der Kunde, infolge vorzeitiger Heimreise oder sonstiger zwingender Gründe, einzelne Reiseleistungen nicht in Anspruch, so wird sich der Veranstalter bei den jeweiligen Leistungsträgern um Erstattung der ersparten Aufwendungen bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um unerhebliche Leistungen handelt oder wenn der Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen. Alle Sonderkosten, die als Folge von oder im Kunden liegenden Gründen während der Reise entstehen (z. B. Kosten, die aus verspäteten Eintreffen des Kunden zum Abflug oder zur vorbereiteten Expedition entstehen, oder für eine vorzeitige Rückkehr von einer Wanderung z.B: Hubschrauberrücktransport, Hospital- oder Hotelaufenthalt, auch für Begleitpersonen, als Folge von Unpäßlichkeiten, Krankheit oder Unfall, oder aus Nichtbefolgung der Anordnung der Reiseleitung) gehen zu Lasten des Kunden und sind mit Entstehung sofort an den jeweiligen Anspruchsteller zu zahlen. Tritt der Veranstalter um einem akuten Notfall zu begegnen in Vorlage, so sind die verauslagten Beträge spätestens nach Beendigung der Reise zu zahlen.

7. Rücktritt und Kündigung durch den
Reiseveranstalter


Der Reiseveranstalter kann in folgenden Fällen vor Antritt der Reise vom Reisevertrag zurücktreten oder nach Antritt der Reise den Reisevertrag kündigen:

a) Ohne Einhaltung einer Frist:

Wenn der Reisende die Durchführung der Reise ungeachtet einer Abmahnung des Reiseveranstalters nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, daß die sofortige Vertragsaufhebung gerechtfertigt ist. Kündigt der Reiseveranstalter, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis; er muß sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt, einschließlich der von Leistungsträgern gutgebrachten Beträge.

b) Bis 2 Wochen vor Reiseantritt

Bei Nichterreichen einer ausgeschriebenen oder behördlich vorgeschriebenen Mindestteilnehmerzahl, wenn in der Reiseausschreibung für die entsprechende Reise auf eine Mindestteilnehmerzahl hingewiesen wird. In jedem Fall ist der Reiseveranstalter verpflichtet, den Kunden nach Eintritt der Voraussetzung für die Nichtdurchführung der Reise in Kenntnis zu setzen und ihm die Rücktrittserklärung unverzüglich zuzuleiten. Der Kunde erhält den eingezahlten Reisepreis unverzüglich zurück.

Sollte bereits zu einem früheren Zeitpunkt ersichtlich sein, daß die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann, werden die Kunden davon unterrichtet.

c) Bis 4 Wochen vor Reiseantritt

Wenn die Durchführung der Reise nach Ausschöpfung aller Möglichkeiten für den Reiseveranstalter deshalb nicht zumutbar ist, weil das Buchungsaufkommen für diese Reise so gering ist, daß dem Reiseveranstalter im Falle der Durchführung der Reise entstehenden Kosten eine Überschreitung der wirtschaftlichen Opfergrenze, bezogen auf diese Reise, bedeuten würde. Ein Rücktrittsrecht des Reiseveranstalters besteht jedoch nur, wenn er die dazu führenden Umstände nicht zu vertreten hat (z.B: kein Kalkulationsfehler) und wenn er die zu seinem Rücktritt führenden Umstände nachweist und wenn er dem Reisenden ein vergleichbares Ersatzangebot unterbreitet hat.

Wird die Reise aus diesem Grund abgesagt, so erhält der Kunde den eingezahlten Reisepreis unverzüglich zurück. Zusätzlich wird ihm sein Buchungsaufwand pauschal erstattet, sofern er vom Ersatzangebot des Reiseveranstalters keinen Gebrauch macht.

8. Aufhebung des Vertrags wegen außergewöhnlicher Umstände

Wird die Reise infolge bei Vetragsschluß nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Reiseveranstalter als auch der Reisende den Vertrag kündigen. Wird der Vertrag gekündigt, so kann der Reiseveranstalter für die bereits erbrachten oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringenden Reiseleistungen eine angemessene Entschädigung verlangen.
Weiterhin ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, insbesondere, falls der Vertrag die Rückbeförderung umfaßt, den Reisenden zurückzubefördern. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien jeweils zu Hälfte zu tragen. Im übrigen fallen die Mehrkosten dem Reisenden zur Last.

9. Haftung des Reiseveranstalters

Der Reiseveranstalter haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmanns für:

a) die gewissenhafte Reisevorbereitung,

b) die sorgfältige Auswahl und die Überwachung der Leistungsträger,

c) die Richtigkeit der Beschreibung aller in den Reiseangeboten angegebenen Reiseleistung, sofern er nicht gem. Ziffer 3 vor Vertragsschluß eine Änderung der Angaben erklärt hat,

d) eine ordnungsgemäße Erbringung der Reiseleistungen.

Der Reiseveranstalter haftet für ein Verschulden der mit der Leistungserbringung betrauten Personen. Wird im Rahmen einer Reise oder zusätzlich zu dieser eine
Beförderung im Linienverkehr erbracht und dem Reisenden ein entsprechender Beförderungsausweis ausgestellt, so erbringt der Reiseveranstalter insoweit Fremd-leistungen, sofern er in der Reiseausschreibung und in der Reisebestätigung ausdrücklich darauf hinweist. Er haftet somit nicht für die Erbringung der Beförderungsleistung selbst. Eine etwaige Haftung regelt sich in diesem Fall nach den Beförderungsbestimmungen dieser Unternehmen, auf die der Reisende ausdrücklich hinzuweisen ist und die ihm zugänglich zu machen sind.

10. Gewährleistung

1. Abhilfe

Wird die Reise nicht vertragsgemäß erbracht, so kann der Reisende Abhilfe verlangen. Der Reiseveranstalter kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert.

2. Minderung des Reisepreises

Für die Dauer einer nicht vertragsgemäß erbrachten Reiseleistung kann der Reisende eine entsprechende Herabsetzung des Reisepreises verlangen. Der Reisepreis ist in dem Verhältnis herabzusetzen, in welchem zur Zeit des Verkaufs der Wert der Reise in mangelfreiem Zustand zu dem wirklichen Wert gestanden haben würde. Die Minderung tritt nicht ein, soweit es der Reisende schuldhaft unterläßt, den Mangel anzuzeigen.

3. Kündigung des Vertrages

Wird eine Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet der Reiseveranstalter innerhalb einer angemessenen Frist keine Abhilfe, so kann der Reisende im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen den Reisevertrag - in seinem eigenen Interesse und aus Beweissicherungsgründen zweckmäßig durch schriftliche Erklärung - kündigen. Dasselbe gilt, wenn dem Reisenden die Reise infolge eines Mangels aus wichtigem, dem Reiseveranstalter erkennbarem Grund nicht zuzumuten ist. Der Bestimmung einer Frist für die Abhilfe bedarf es nur dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich ist oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt ist. Er schuldet dem Reiseveranstalter den auf die in Anspruch genommenen Leistungen entfallenen Teil des Reisepreises, sofern diese Leitungen für ihn von Interesse waren.

4. Schadenersatz

Der Reisende kann unbeschadet der Minderung oder der Kündigung Schadenersatz wegen Nichterfüllung verlangen, es sei denn der Mangel der Reise beruht auf einem Umstand, den der Reiseveranstalter nicht zu vertreten hat.

11. Beschränkung der Haftung

Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder soweit der Reiseveranstalter für einem dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist. Für alle Schadensersatzansprüche des Kunden aus unerlaubter Handlung, die nicht Körperschäden sind und nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist die Haftung von HORIZONTE pro Teilnehmer und Reise auf Euro 4.100,00 bzw., wenn der Reisepreis des Teilnehmers Euro 1.370,00 übersteigt, auf den dreifachen Reisepreis beschränkt. HORIZONTE empfiehlt dem Kunden in diesem Zusammenhang im eigenen Interesse den Abschluß einer Reiseunfall- und Reisegepäckversicherung. Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B: Sportveranstaltungen, kulturelle Veranstaltungen etc.) und die in der Reiseausschreibung ausdrücklich als Fremdleistungen gekennzeichnet werden. Ein Schadensersatzanspruch gegen den Reiseveranstalter ist insoweit beschränkt oder ausgeschlossen, als aufgrund internationaler Übereinkommen oder auf solchen beruhenden gesetzlichen Vorschriften, die auf die von einem Leistungsträger zu erbringenden Leistungen anzuwenden sind, ein Anspruch auf Schadensersatz gegen den Leistungsträger nur unter bestimmten Voraussetzungen
oder Beschränkungen geltend gemacht werden kann oder unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen ist. Kommt dem Reiseveranstalter die Stellung eines vertraglichen Luftfrachtführers zu, so regelt sich die Haftung nach den Bestimmungen des Luftverkehrsgesetzes in Verbindung mit den Internationalen Abkommen von Warschau, Den Haag, Guadalajara und der Montrealer Vereinbarung (für Flüge nach USA und Kanada). Diese Abkommen beschränken in der Regel die Haftung des Luftfrachtführers für Tod oder Körperverletzung sowie für Verluste und Beschädigungen von Gepäck. Sofern der Reiseveranstalter in anderen Fällen Leistungsträger ist, haftet er nach den für diese geltenden Bestimmungen. Kommt dem Reiseveranstalter bei Schiffsreisen die Stellung eines vertraglichen Reeders zu, so regelt sich die Haftung auch nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches und des Binnenschiffahrtsgesetzes.

12. Mitwirkungspflicht des Reisenden

Der Reisende ist verpflichtet, bei aufgetretenen Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen mitzuwirken eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten. Der Reisende ist insbesondere verpflichtet, seine Beanstandungen unverzüglich der örtlichen Reiseleitung zur Kenntnis zu geben. Diese ist beauftragt, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist. Unterläßt es der Reisende schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so tritt ein Anspruch auf Minderung nicht ein.

13. Ausschluß von Ansprüchen und Verjährung

Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise hat der Reisende innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise gegenüber dem Veranstalter geltend zu machen. Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist gehindert worden ist.

Vertragliche Ansprüche des Reisenden verjähren in sechs Monaten. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte. Hat der Reisende solche Ansprüche geltend gemacht, so ist die Verjährung bis zu dem Tag gehemmt, an dem der Veranstalter die Ansprüche schriftlich zurückweist. Ansprüche aus unerlaubter Handlung verjähren in drei Jahren.

14. Paß-, Visa- und Gesundheitsvorschriften

Der Reiseveranstalter steht dafür ein, Staatsangehörige des Staates, in dem die Reise angeboten wird, über Bestimmungen von Paß-, Visa und Gesundheitsvorschriften sowie deren Änderung vor Reiseantritt zu informieren. Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft. Der Reiseveranstalter haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Reisende den Veranstalter mit der Besorgung beauftragt hat., es sei denn, daß der Veranstalter die Verzögerung zu vertreten hat. Der Reisende ist für die Einhaltung aller für die Durchführung der Reise wichtigen Vorschriften selbst verantwortlich. Alle Nachteile, insbesondere die Zahlung von Rücktrittskosten, die aus der Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen, gehen zu Lasten des Reisenden, außer sie sind durch eine schuldhafte Falsch- oder Nichtinformation des Reiseveranstalters bedingt.

15. Besondere Risiken / Charakter der Reisen

Die Reisen tragen teilweise expeditionsähnlichen Charakter und sind daher mit besonderen Risiken behaftet. Im Hinblick auf diese Risiken geschieht die Teilnahme an den Veranstaltungen auf eigene Gefahr. Eine Haftung für Schäden, die mit dem Charakter einer Wanderreise, einer Trekking oder Wassertour im Zusammenhang stehen, besteht auch dann nicht, wenn die HORIZONTE -Reiseleitung an der in Frage kommenden Unternehmung teilnimmt. Unberührt bleibt die Verpflichtung von HORIZONTE-Reisen die Reisen sorgfältig vorzubereiten und die mit der Erbringung der einzelnen Reiseleistungen beauftragten Personen und Unternehmen sorgfältig auszuwählen und zu überwachen. Im Hinblick auf den Charakter der Reisen als Abenteuer- und
Expeditionsreisen kann ein Zuschnitt dieser Art von Reisen nach durchschnittlichen mitteleuropäischen Verhältnissen jedoch nicht erwartet werden. Die Reisen führen oft in Gebiete mit keinerlei touristischer Infrastruktur. In diesen Gebieten ist der Veranstalter auf die dortigen ortsüblichen Verhältnisse was Unterbringung, Essen und Beförderung betrifft, angewiesen.

16. Körperliche Anforderungen

Die Angaben zu den körperlichen Anforderungen bei Wanderungen erfolgen grundsätzlich nach bestem Wissen aber ohne Gewähr, da solche Angaben nicht nur subjektiven Einschätzungen unterworfen sind sondern auch durch äußere Umstände wie vor allem Wetterbedingungen stark beeinflußt werden. Ist der Reisende den angegebenen körperlichen Anforderungen einer normal verlaufenden Trekkingtour, Wanderung, Kanutour etc. nicht gewachsen, so hat er das selbst und alleine zu vertreten. Auf Rücksichtnahmen, die eine Beeinträchtigung des Reiseverlaufs für Mitreisende bedeuten würde, hat er keinen Anspruch. Der Reisende verpflichtet, sich den Veranstalter über etwaige Behinderungen oder Krankheiten, die die körperliche Leistungsfähigkeit beeinflussen können aufzuklären. Der Veranstalter verpflichtet sich diese Angaben vertraulich zu behandeln.

17. Schulfahrten

Die Programmvorschläge von HORIZONTE ersetzen nicht die Verantwortung des Lehrers für eine unterrichtsbezogene Planung der Schülerfahrten nach den entsprechenden Richtlinien. Der Lehrer hat ebenfalls sicherzustellen, daß eine eventuell notwendige behördliche Genehmigung der Fahrt bei der Buchung vorliegt.

Für disziplinarische und organisatorische Angelegenheiten innerhalb der Klasse sind nur die begleitenden Lehrkräfte verantwortlich. Die Lehrkräfte werden von der jeweiligen Reiseleitung in die Tagesplanung einbezogen. Ein Anspruch auf Änderung der gebuchten Reiseleistung besteht nicht.

18. Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen

Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages berührt nicht die Wirksamkeit des gesamten Reisevertrages.

19. Gerichtsstand

Der Reisende kann den Veranstalter nur an dessen Sitz verklagen. Für Klagen des Reiseveranstalters gegen den Reisenden ist der Wohnsitz des Reisenden maßgebend, es sei denn, die Klage richtet sich gegen Vollkaufleute oder Personen, die nach Abschluß des Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesen Fällen ist der Sitz des Reiseveranstalters maßgebend.

20. Gültigkeiten

Sämtliche Angaben über Leistungen, Programme, Termine, Abflugzeiten, Preise und Reisebedingungen entsprechen dem Stand Januar 2012.

Reiseveranstalter:

HORIZONTE Erlebnisreisen. Breitgasse 43; 69493 Hirschberg; Geschäftsführer: Norbert Schmitt